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Für die Zukunft gerüstet –
Übernahme durch Grevin et Cie
(ab 2002)
Am 18.04.2002 gegen 15:20
Uhr unterschrieben der Mitbesitzer des Fort Fun
Abenteuerlandes Helmut Schreiber und der Vertreter Oliver de Bosredon von
Grevin et Cie den Kaufvertrag des Abenteuerlandes. Helmut Schreiber
unterzeichnete auch gleich noch einen zweiten Vertrag. Es war ein
Arbeitsvertrag der ihn bis zum Ende der Saison zum Geschäftsführer machte.
Neuer Direktor wurde der Italiener Gian Carlo Ercolin. Er blieb jedoch nur
bis
November 2003 Direktor und noch im selben Jahr übernahm Rascal Hüppe die
Geschäftsleitung. Auch im Park selbst gab es eine Änderung: 2002 wurde das
Wiener Kaffehaus in der Westernstatt nach aufwendigen Umbauarbeiten unter
dem Namen Nevada Inn als SB-Restaurant wieder eröffnet. Auch der Name
des Saloons wurde geändert: Golden Nugget Saloon lautet der Name bis
heute. Zudem trat ein alter Bekannter erneut in Erscheinung. Doc Losander
beeindruckte mit einer neuen Show als Solokünstler im Saloon die Besucher
des Abenteuerlands. Auf Shows im vergleichsweise abgelegenen Fort Fun
Palace zuletzt übrigens verzichtet, da sich nicht genügend Besucher von
einem Besuch dort überzeugen ließen. Wohlmöglich liegt dies einfach an der
Topologie des Parks, die ihm zwar einen völlig eigenen Charakter gibt,
aber
auch zu stark geneigten Wegen führt.
In der folgenden Saison
präsentierte der Park in einem extra für die Show
errichteten gelb-weißen Zirkuszelt die Orientalische Manege der Wunder.
Hier
wurden die Gästen auf eine Reise in den faszinierenden Orient mit
Feuerspuckern und Fakiren geschickt. Für die Dauer des Aufenthalts der
Show
musste das Pferdekarussell Hoppla Hopp auf den Vorplatz des Fort Fun
Palace ausweichen, welcher heute bei Bedarf für Events genutzt wird.
Im Jahr 2004 musste der
Betrieb der Sommerrodelbahnen Power Slide nach
einem einige Jahre zuvor geschehenen Unfall und darauf erfolgter
TÜV-Prüfung
eingestellt werden. Bereits während der laufenden Saison wurden Teile der
Bahn abgebaut um Platz für die Neuheit 2005 zu machen. Doch es gab auch
erfreuliche Neuigkeiten. So wurde eine neue Naturbühne in der Mitte des
Parks
errichtet, auf der die Stunt- und Akrobatikshow namens Hopi Daga Show
erfolgreich Premiere feierte. Mit dieser Show zogen nach vielen Jahren
wieder
die Indianer in das Abenteuerland ein.
Im Zuge der
Umstrukturierung des Parks wurde 2005 wieder kräftig
investiert.
Als Ersatz für die geschlossene Power Slide eröffnete pünktlich am ersten
Saisontag der Alpine Coaster Trapper Slider der Firma Wiegand. Noch bis
zur
Eröffnung wurde unter den Mitarbeitern gewettet, ob die Anlage nach den
durch
die schlechte Witterung doch stark verzögerten Bauarbeiten wirklich
pünktlich
eröffnen könnte. So mussten zum Beispiel die Bohrungen für die Fundamente
des Öfteren aufwendig vom zentimeterdicken Eis befreit und teurer
Spezialbeton für die kalten Temperaturen verwendet werden. Letztendlich
wurde der angepeilte Termin tatsächlich eingehalten – was sicher auch ein
wenig der gewetteten Biermenge zuzuschreiben war.
Mit einigen Monaten
Verspätung hingegen eröffnete im Laufe der Saison ein
Sky Glider der Firma Rodelsberger. Die Besonderheit des Wild Eagle, so der
Name der Neuheit, ist die Liegeposition der Fahrgäste, die in einem
Turbosessellift in luftiger Höhe über den Park fliegen. Weitere Neuerung:
Auf
dem Platz des Polyps, der bereits in der Saison 2004 abgebaut wurde, wurde
eine Wasserbombenwurfanlage errichtet und mit großer Beliebtheit von den
Besuchern angenommen.
Die größte Veränderung
erfuhr in dieser Saison jedoch das Westernfort mit
dem angegliederten Pferdereiten. Das Fort wurde, nachdem im Jahr zuvor
bereits die beiden großen Türme am Eingang dessen abgerissen wurden,
komplett abgebaut und auf dem Gelände entstand Jack's Rent a horse.
Hierbei
handelt es sich quasi um das alte Pferdereiten, welches aber in einem
neuen,
von Art Deco inspirierten Design daher kommt. Auch in der Sparte Show tat
sich was. Die bereits seit Ewigkeiten von der Showtruppe Tränkler
präsentierte
Westernshow wurde erneuert. Für die neue Show Johnny Bravo’s große Fahrt,
welche weiterhin die Westerneisenbahn mit einbezieht, wurden die Tränklers
allerdings nicht mehr verpflichtet. Produziert wird die Show seit 2005 von
der
Berliner Agentur "insglück". Im Laufe dieser Saison wurde übrigens auch
der
Roll Over nach einem Getriebeschaden abgebaut und fand den Weg nicht mehr
zurück in den Park.
Seit der Saison 2006
präsentiert sich die Westershow in neuer Form unter dem
Titel „Johnny Bravo rettet die Welt“. Das Pferdekarussell Hoppla Hopp hatte
Platz gemacht für Dark
Raver und musste somit den Park für einen Teil der
Saison verlassen, bis es im Herbst des Jahres wieder an der Stelle des
ehemaligen Roll Overs aufgebaut wurde. Dark Raver lief bis zum Ende der
Saison 2005 im ebenfalls zur Grevin-Gruppe gehörenden niederländischen Park
Hellendoorn unter dem Namen Jungle Rock. Es handelt sich um einen Round
Up, der im Fort Fun eingehaust in einem großen stählernen Tempel mit Licht-
und Soundeffekten seine Runden dreht. Die Geschichte hinter der Attraktion:
Dark
Raver ist ein alter indianischer Medizinmann, der durch einen rituellen
Tanz in einem indianischen Tempel,
an dem viele Stammesmitglieder
teilnehmen, einen unheimlichen Sturm erzeugt.
Zum 35 jährigen
Parkjubiläum im Jahr 2007 wurde die Indianershow Hopi Daga
durch die neue High-Dive Stunt Show "Tatonka", ebenfalls von
Falcon
Entertainment, erstetzt. Hierfür wurde fast das komplette
Bühnenbild der alten
Show abgebaut und ein neues Westernfort mit einem 25 Meter hohen
Sprungturm und einem nur drei Meter tiefen Wasserbecken errichtet.
Highlight
der Show war ein Feuersprung in das Wasserbecken. Neben der Show wurde
auch die Brücke, welche über die Bundesstraße hinüber zum Trapper Slider
führte, abgebaut und durch eine neue Stahlkonstruktion ersetzt. Diese neue
Brücke, die von der Firma BMS-Group hergestellt wurde, wurde übrigens auf
den Namen Karin getauft. Die Firma BMS-Group aus Brilon zeichnete sich
auch schon verantwortlich für den Tempelbau des Dark Ravers.

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