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Ferienhaus-Park bei Andreasberg geplant

Andreasberg. Mehr Gäste, zusätzliche und die Sicherung bestehender Arbeitsplätze sowie eine Stärkung Bestwigs als Wirtschaftsstandort - das sind Effekte, die sich Bürgermeister Ralf Peus von einem Großprojekt erhofft: Bei Andreasberg soll ein Bungalow-Park für Urlaubsgäste entstehen.
Peus bestätigte die Planungen auf WR-Nachfrage. Danach könnte unweit des früheren Bergarbeiterdorfes ein Park mit 200 bis 300 Bungalows für Feriengäste gebaut werden. Speziell die Nachbarschaft zu Fort Fun biete hervorragende Perspektiven sowohl für den Freizeitpark als auch für die Wohn-Anlage. Bereits seit mehreren Jahren gebe es entsprechende Überlegungen - Peus: „Jetzt sind wir auf der Zielgeraden.”

Allerdings: Eine Genehmigung gibt es noch nicht - und auch der genaue Ort für die Anlage steht noch nicht fest. Derzeit stehe eine Fläche zwischen Fort Fun und Andreasberg im Blickpunkt. In Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung prüfe man aber, ob es nicht Alternativen gebe, die noch besser geeignet seien. Möglicherweise in der kommenden Woche könne es Klarheit geben, so Peus: „Die Entscheidung über den genauen Platz ist noch offen.” Favorisiert werde aber „ein Park in unmittelbarer Nähe zu Fort Fun”.

In dem Park sollen typische Elemente des Sauerlandes aufgenommen werden - das Konzept sehe einen „Park im Wald” vor, so der Bürgermeister: Zwischen den Wohngebäuden soll es immer wieder Baumbestand geben. Peus: „Landschaftlich sicher eine sehr reizvolle Sache.” Doch aus anderen Gründen soll der geplante Bungalowpark reizvoll sein: Peus hofft auf zusätzliche Arbeitsplätze und Gäste, die Betriebe vom Einzelhandel bis zur Gastronomie in der Gemeinde stärken. Die Nachbarschaft zum Fort Fun würde den Bestand des Freizeitparkes sichern und neue Besucher erschließen.

Verantwortliche von Fort Fun schätzen, dass der Bungalowpark ein Plus von rund 30 000 Gästen jährlich bringen könnte. Mit der Anbindung an den Freizeitpark würde die Wohnanlage auch die in einem Gutachten geforderte „Anknüpfung an die Region” erfüllen. Es gehe nicht darum, eine Anlage zu schaffen, in der die Gäste dann ihre komplette Urlaubszeit verbringen, stellt Ralf Peus klar.

In dem Gutachten „Feriengroßanlagen im HSK - Chancen und Risiken der Tourismuswirtschaft” wurde die Frage untersucht, ob Anlagen wie Bungalowparks in der Region sinnvoll seien. Die Ergebnisse wurden Ende April Vertretern von Tourismus und Politik in einem Fachforum vorgestellt. Danach hält das Gutachterbüro BTE aus Hannover neue Standorte von Feriengroßanlagen für möglich. Sie seien wirtschaftlich, wenn sie durch eine Verknüpfung mit der Region und ihren Angeboten eine Alternative zu Flugreisen darstellen und damit neue Gäste für das Sauerland begeistert werden können.

Es gebe bereits Projektentwickler aus den Niederlanden, die großes Interesse an der Verwirklichung des Bungalowparkes und auch Kontakte zu möglichen Investoren hätten, erklärte Peus: „Die Investoren stehen Gewehr bei Fuß.” Wann - wenn es „grünes Licht” für das Groß-Projekt geben sollte - ein Baubeginn erfolgen könnte, sei noch unklar, so der Bürgermeister. Je nach Einbettung in die Regionalplanung könne dies frühestens im Jahr 2010 sein.Möglicherweise könnten aber bereits im Herbst in Abstimmung mit Politik und anderen Beteiligten den Bürgern bereits Planungs-Details wie etwa das Aussehen der Anlage und der Gebäude vorgestellt werden. Wichtig sei jetzt, die nötigen Voraussetzungen für den Park zu schaffen, so Peus: „Wir haben viel Arbeit reingesteckt und wollen dieses Projekt.”

Quelle: Der Westen