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Grevin verkauft den
Panorama-Park
Engagement der Franzosen in
Kirchhundem vor dem Ende
Rinsecke - "Unsere Philosophie
ist: Freude bereiten", verkündet Grevin & Cie, bisheriger
Besitzer des Panorama-Parks, auf ihrer Internetseite. Wenig
Freude herrscht hingegen in Kirchhundem darüber, dass mit
dem Verkauf in der Vorwoche an einen privaten Investor wohl
das Ende des Erlebnisparks gekommen ist.
Nach
WP-Informationen wurden sich die Franzosen mit dem
Kirchhundemer Unternehmer Siegfried Hamm einig. Dieser hatte
in den Vorjahren bereits die Schulte-Wrede-Forstbaumschulen
ebenso erworben wie das Privathaus des ehemaligen
Park-Besitzers. Zuletzt hatte der Geschäftsführer Henkel
GmbH (ein Unternehmen für Reinigungs-Dienstleistungen aller
Art mit ca. 600 Mitarbeitern, das unter anderem neben den
Ford-Werken auch für die Firma Menneckes und die Gemeinde
Kirchhundem tätig ist) "auf dem Weg zu einer Eigenjagd"
Hektar um Hektar zwischen Rüspe und Eggenkopf erworben,
dabei auch gleich mit die Gaststätte "Zur Hahnenquelle" im
Schatten des Rhein-Weser-Turms. Mit dem Kauf des insgesamt
80 Hektar großen Panorama-Parks dürfte die Mindestgröße von
75 ha deutlich überschritten sein.
Sämtliche Mitarbeiter des Parks
wurden bis einschließlich 7. Januar 2008 in den Urlaub
geschickt, danach will Grevin die Öffentlichkeit über das
Schicksal des erst vor drei Jahren übernommenen
Freizeitparks unterrichten. Brancheninsider hatten nach
Bekanntwerden der Besucherzahlen (von ehemals 450 000 auf
rund 200 000) längst mit einer Beendigung des Sauerländer
Engagements durch die Franzosen gerechnet.
Wie
die WP weiter erfuhr, sollen die rund 40 Attraktionen bis
März abgebaut werden. Gleichzeitig plane der neue Eigentümer
dann eventuell die Erweiterung des Wildgeheges (derzeit rund
200 Stück Rotwild, Damwild, Ziegen, Bisons) auf größere
Teile des Familienparks - dann sogar mit neuen Tierarten.
Auf jeden Fall wolle er künftig "Panos Hotel" - modernisiert
und sogar um ein Schwimmbad erweitert - in Eigeninitiative
fortführen.
Ein Weg also vom Erlebnispark
zurück zu dessen Ersprüngen? Bekanntlich hatte die Familie
Schulte-Wrede am 1. April 1963 mit einem Hirsch- und
Wildschweingehege Deutschlands ersten Wildpark eröffnet. Das
Kapitel tourismusträchtiger Panorama-Park ist jetzt aber
wohl ein für alle Mal vorbei.
Text|Westfalenpost |